Die ASEAN-Region steht vor zahlreichen Herausforderungen durch Klima- und Naturkatastrophen sowie eine rasante Urbanisierung. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen deutlich, dass Südostasien bereits mitten im Klimawandel angekommen ist und dass klimabedingte Risiken in Zukunft weiter zunehmen werden. Während das Thema urbane Resilienz im Nachhaltigkeitsdiskurs an Bedeutung gewonnen hat und in strategischen ASEAN-Publikationen sichtbarer geworden ist, machen die zunehmenden klimabedingten Risiken und die hohe Urbanisierungsrate eine verstärkte regionale Zusammenarbeit beim Aufbau urbaner Resilienz notwendig.
Diese Studie zeigt Möglichkeiten auf, wie die Anpassung an den Klimawandel, das Katastrophenrisikomanagement und die nachhaltige Stadtentwicklung in ASEAN durch verstärkte regionale Zusammenarbeit und konrete Maßnahmen effektiver miteinander verzahnt und gestärkt werden können. Die Studie analysiert klimawandelbedingte Risiken, denen die Mitgliedsstaaten ausgesetzt sind, basierend auf die Auswertung ausgewählter Literatur. Zudem gibt die Studie einen Überblick über bestehende politische Richtlinien, Strategien und Initiativen zu städtischer Resilienz in der ASEAN-Region. Schließlich werden die größten Herausforderungen und Chancen für die Steigerung der städtischen Resilienz durch regionale Zusammenarbeit aufgezeigt. Auf dieser Grundlage gibt die Studie Empfehlungen für weitere Maßnahmen, gegliedert in drei thematische Cluster: 1) Stärkung des Themas "urbane Resilienz" über Sektoren und Regierungsebenen hinweg; 2) Ausbau konkreter Maßnahmen zur Minderung ausgewählter Klimarisiken; und 3) Kapazitätenaufbau und -entwicklung.