Südostasien ist eine der am stärksten durch Klimawandelfolgen gefährdeten Regionen des asiatisch-pazifischen Raums und erleidet jedes Jahr schwere finanzielle Verluste durch die Auswirkungen von Taifunen, Sturmfluten, Überschwemmungen und Dürren. Gleichzeitig steht die ASEAN-Region vor schnellen Urbanisierungsraten. Die kombinierten und zunehmenden Risiken aus Klimawandel und schneller Urbanisierung in vielen ASEAN-Städten erfordern integrierte Ansätze und eine verstärkte regionale Zusammenarbeit.
Der entwickelte Leitfaden zielt darauf ab, einen koordinierten, regionalen Ansatz zu urbaner Resilienz im Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) zu fördern. So soll die Resilienz von Städten im ASEAN-Raum nachhaltig durch verstärkte regionale Zusammenarbeit und konkrete Maßnahmen gestärkt werden. Der Leitfaden skizziert zwölf umsetzungsorientierte Aktionsbereiche mit insgesamt 37 konkreten Aktivitäten für spezifische Akteure in ASEAN. Die Aktionsbereiche bilden das Herzstück des Dokuments. Sie konzentrieren sich auf ausgewählte Aspekte innerhalb der Anpassung an den Klimawandel, des Katastrophenrisikomanagements und der nachhaltigen Stadtentwicklung, insbesondere dort, wo sich die drei Bereiche überschneiden. Die Aktionsbereiche umfassen vier thematische Cluster: A) Integration des Themas „urbane Resilienz“ über Sektoren und Regierungsebenen hinweg; B) Förderung und Integration von Maßnahmen zur Anpassung an ausgewählte klimabedingte Risiken; C) Stärkere Berücksichtigung von Menschen in vulnerablen Situationen und der Gender-Dimension; und D) Kapazitätenaufbau und -entwicklung.