Die Kunststoffverschmutzung ist eine globale Bedrohung für die Umwelt, die Gesundheit von Mensch und Tier und die sozio-ökonomische Entwicklung. Im Jahr 2022 begannen Verhandlungen über ein Globales Plastikabkommen, das die Verschmutzung der Umwelt mit Plastik reduzieren soll. Die Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) ist eine der wichtigsten Maßnahmen, die in diesen Verhandlungen diskutiert und in vielen Ländern bereits umgesetzt wird. EPR verlagert die Verantwortung für Kunststoffabfälle auf die Hersteller und setzt damit das bekannte aber oft vernachlässigte Verursacherprinzip in die Praxis um.
In dieser Studie wird das Potenzial von EPR zur Unterstützung Kleiner Inselstaaten (SIDS) bei der Bekämpfung der Plastikverschmutzung untersucht. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Kernelementen und ergänzenden Maßnahmen von EPR und leitet - wo möglich und notwendig - Implikationen für eine angemessene Gestaltung von EPR in SIDS ab. Dazu gehört auch eine Erörterung der wichtigsten Herausforderungen für SIDS bei der Entstehung und wirksamen Umsetzung von EPR sowie ein Fahrplan für die Vorbereitung und Entwicklung von EPR.