Papua-Neuguinea (PNG) steht vor entscheidenden Herausforderungen: Das Land sieht sich mit sich überschneidenden Bedrohungen durch den Klimawandel, Umweltzerstörung und anhaltende Unsicherheit konfrontiert. Diese Herausforderungen erfordern dringende und koordinierte Maßnahmen aller relevanten Interessengruppen. Die vorliegende Bewertung soll aktuelle Erkenntnisse liefern, um die politische Planung und Programmgestaltung in den verschiedenen Regionen Papua-Neuguineas zu unterstützen. Darüber hinaus enthält sie Empfehlungen, wie die Resilienz des Landes gestärkt und seine Fähigkeit verbessert werden kann, gleichzeitige Schocks zu bewältigen, ihnen standzuhalten und darauf zu reagieren.
Papua-Neuguinea ist eines der ökologisch und kulturell vielfältigsten Länder der Welt. In dem Land, in dem über 800 Sprachen gesprochen werden und bemerkenswerte Traditionen seit Jahrtausenden neben reichhaltigen natürlichen Ressourcen existieren, sind die Gemeinschaften eng mit ihrer natürlichen Umgebung verbunden. Dazu zählen Wälder, Land und Meer. Diese gegenseitige Abhängigkeit macht sie besonders anfällig für klimabedingte und umweltbezogene Schocks wie den Anstieg des Meeresspiegels, unvorhersehbare Niederschläge und Bodendegradation.
Die von adelphi in Zusammenarbeit mit der ADB und dem UNDP durchgeführte Bewertung zu Klima, Frieden und Sicherheit zeigt, dass der Klimawandel nicht nur eine ökologische Herausforderung darstellt, sondern auch eine Kraft ist, die die Konflikt-, Vulnerabilitäts- und Entwicklungslandschaft im ganzen Land neu gestaltet. Die Bewertung identifiziert sechs miteinander verbundene Mechanismen, durch die sich die Sicherheitsrisiken in Papua-Neuguinea aufgrund von Klima- und Umweltveränderungen verstärken. Darüber hinaus werden drei Fallstudien beleuchtet, aus denen regionale Dynamiken und Lehren gezogen werden. Abschließend werden acht vorrangige Empfehlungsbereiche für integrierte Lösungen vorgeschlagen.
Empfehlungen
Den Kreislauf durchbrechen: Integrierte Lösungen
Friedensförderung, Klimaanpassung und Entwicklung integrieren
Das Engagement junger Menschen und alternative Lebensgrundlagen fördern
Gewalt im Zusammenhang mit Hexerei-Vorwürfen bekämpfen (SARV)
Katastrophenrisikomanagement und Maßnahmen bei Vertreibung stärken