Im Projekt „Green Action in Enterprises“ (GAIN) soll der Übergang zu einer umweltfreundlichen Industrie in Jordanien gefördert werden. Und zwar durch die Einführung einer nachhaltigen Nutzung und Bewirtschaftung von Energie, Wasser und Abfall in diesem Sektor sowie in enger Zusammenarbeit mit den jordanischen Ministerien der Umwelt und der Industrie. Das Projekt erfolgt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt.
Die Bekleidungshersteller*innen im jordanischen Industriegebiet Al-Hassan (HIE) erzeugen täglich 35 Tonnen feste Textilabfälle, die auf kommunalen Mülldeponien entsorgt werden. Diese Textilabfälle werden als Kostenfaktor behandelt, der das empfindliche jordanische Ökosystem schädigt. Textilabfälle bergen jedoch auch zahlreiche Möglichkeiten und könnten langfristig als wertvolle Ressource auf regionaler und internationaler Ebene anerkannt werden. Auf der Grundlage gesammelter quantitativer und qualitativer Daten wurde eine Liste von Optionen für die Kreislaufwirtschaft untersucht. Fünf Business Cases wurden entwickelt, die marktfähige Lösungen für die Minimierung, Vermeidung und Wiederverwertung von Textil- und Bekleidungsabfällen bieten. Der Hauptzweck dieser Business Cases ist es, Möglichkeiten zur Minimierung von Textilabfällen zu identifizieren, einschließlich Recycling-, Upcycling- und Wiederverwendungsmaßnahmen für Fabriken im HIE.
Der Business Case zum Upcycling mit Sozialunternehmen stellt eine Win-Win-Win-Zusammenarbeit zwischen Bekleidungshersteller*innen, HIE und lokalen Sozialunternehmer*innen dar.