adelphi schärft seine Profile mit neuer Struktur
News vom 26. Jan. 2026
Trotz der Dringlichkeit der Herausforderungen in den Bereichen Klima, Frieden und Sicherheit (CPS) in Lateinamerika und der Karibik (LAC) wird die Region in den globalen CPS-Diskussionen nach wie vor nicht als Priorität anerkannt. Auch bei der Verknüpfung von lokalem und traditionellem Wissen und Erfahrungen mit globalen CPS-Debatten bestehen weiterhin Lücken. Dieser Praxisleitfaden soll diese Lücken schließen. Er untersucht regionale CPS-Herausforderungen und identifiziert vor allem praktische Lösungen, die die Interessengruppen zur Bewältigung dieser Herausforderungen priorisieren sollten.
Die Region Lateinamerika und Karibik (LAC) steht an der Spitze vieler diplomatischer und basisdemokratischer Bemühungen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. Gleichzeitig sieht sie sich jedoch mit einer vielschichtigen Krise konfrontiert. Die Umweltzerstörung wird durch klimawandelbedingte Dürren, Hurrikane und Überschwemmungen verschärft. Sie beschädigen die Infrastruktur, destabilisieren Volkswirtschaften, begünstigen Vertreibungen und verschärfen soziale Spannungen. Gleichzeitig ist die Region von chronischen Sicherheitsproblemen betroffen. Die Mordrate in LAC ist die höchste weltweit – dreimal so hoch wie der globale Durchschnitt. Die organisierte Kriminalität, zu der illegale Abholzung, illegaler Bergbau und Drogenhandel gehören, bedroht Menschenleben und die Artenvielfalt lebenswichtiger Ökosysteme wie des Cerrado, des Amazonas-Regenwaldes, der Maya-Wälder und des Gran Chaco. Diese Dynamik verschärft die Klimakrise, untergräbt die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels, verstärkt Sicherheitsrisiken und behindert die Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung.
Mit diesem Praxisleitfaden sollen die Perspektiven Lateinamerikas und der Karibik, darunter politische Entscheidungsträger*innen, Menschenrechts- und Umweltaktivist*innen, indigene Leader und zivilgesellschaftliche Organisationen, in den Mittelpunkt der globalen Diskussionen über Klima, Frieden und Sicherheit (CPS) gerückt werden. Sie basiert auf dem kollektiven Wissensaustausch während eines Workshops, der im Oktober 2025 in Berlin als offizielle Nebenveranstaltung der Berlin Climate and Security Conference (BCSC) von adelphi global, dem United Nations System Staff College (UNSSC) und dem Igarapé Institute organisiert wurde. Aufbauend auf den Ergebnissen der BCSC-Cali (Oktober 2024) und der BCSC-Rio (Juni 2025) brachte der Workshop zivilgesellschaftliche Organisationen, Botschaften, Regierungsvertreter*innen, UN-Agenturen und Geber*innen zusammen, um praktische Lösungen für die Bewältigung der Herausforderungen in den Bereichen Klima, Umwelt und Frieden in der Region zu erarbeiten.
Für Regierungen:
Für internationale Akteur*innen:
Für Geber*innen:
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