Auf deutscher, europäischer wie auf internationaler Ebene hat Deutschland sich dazu verpflichtet, bis 2045 bzw. 2050 das Ziel der Netto-Treibhausgasneutralität erreicht zu haben.
Treibhausgasneutral wird dabei im Klimaschutzgesetz als der Zustand definiert, in dem „das Gleichgewicht zwischen den anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen aus Quellen und dem Abbau solcher Gase durch Senken“ besteht. In dieser Definition sind jedoch eine Reihe definitorischer Ungenauigkeiten enthalten, die ein hohes Risiko unterschiedlicher Interpretationen und somit Treibhausgasneutralitätsstrategien induzieren. Zum einen bestehen unterschiedliche Verständnisse davon, welche Arten von Quellen in dieser Definition inkludiert sind (bspw. Definition von fossilen Prozessen mit Emissionsabscheidung als Quelle). Zum anderen wird der Begriff „Senken“ häufig wenig trennscharf genutzt und beispielsweise reale Negativemissionen mit einer (zeitlich begrenzten) Kreislaufführung von CO2 vermischt.
Das Projekt hatte folgende Ziele verfolgt:
Systematisierung bestehender Definitionen und Definitionsbedarfe
Kriterien und Kostenabwägungen bestehender Abschätzungen zu Carbon Management Größen
Ableitung von Handlungsempfehlungen für eine klare Abgrenzung sowie politische Einbettung des Themas