Das im Januar 2024 in Kraft getretene Wärmeplanungsgesetz verpflichtet Kommunen zur Erstellung kommunaler Wärmepläne bis 2026 bzw. 2028. Ziel ist es, die Wärmeversorgung so zu transformieren, dass die Dekarbonisierungsziele bis 2045 erreicht werden können. Während das Gesetz klare Fristen für die Planerstellung vorschreibt, bleibt die konkrete Umsetzung weitgehend offen. Hier sind Bürger:innen als zentrale Akteure gefragt: Die Transformation der Wärmeversorgung kann nur gelingen, wenn Haushalte aktiv mitwirken.
Dieser Leitfaden richtet sich an Bürger:innen und beantwortet zentrale Fragen der Umsetzungsphase: Welche erneuerbare Heiztechnologie eignet sich für das eigene Zuhause? Welche Fördermittel stehen zur Verfügung? Wie können sich Nachbar:innen vernetzen und gemeinsam Projekte realisieren? Der Leitfaden zeigt Beteiligungsmöglichkeiten auf, identifiziert typische Herausforderungen und entwickelt praxisorientierte Lösungsvorschläge. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf gemeinschaftlichen Ansätzen wie Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften, Nachbarschaftsinitiativen und bürgerlich organisierten Wärmenetzen.
Die Inhalte basieren auf den Forschungsarbeiten des BMWE-geförderten Projekts „KoWaP-Pro". Grundlage sind Expert:innen-Interviews, die wissenschaftliche Begleitung von Fallkommunen sowie ordnungsrechtliche Untersuchungen. Insgesamt wurden drei akteursspezifische Leitfäden entwickelt, die sich an Kommunen, Energieversorgungsunternehmen und Bürger:innen richten.