Diese Studie untersucht den aktuellen Stand, die Herausforderungen und die Zukunftsperspektiven von großskaligen Batteriespeichersystemen (BESS) in Korea und Deutschland. In beiden Ländern spielen BESS eine Schlüsselrolle bei der Integration erneuerbarer Energien, der Stabilisierung der Stromnetze und dem Erreichen der Klimaneutralität – in Deutschland bis 2045, in Korea bis 2050. Die Analyse zeigt sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in der Entwicklung und Nutzung von BESS in den beiden Ländern. Korea hat sich als weltweit führender Produzent von Batteriezellen etabliert und setzt BESS vor allem für die Frequenzregulierung und die Integration erneuerbarer Energien ein. Allerdings haben Sicherheitsbedenken nach Brandvorfällen die Nachfrage gebremst. In Deutschland hingegen wächst die Nachfrage nach großskaligen BESS rasant – getrieben durch die Energiewende und ein Marktumfeld, das zunehmend Chancen im Arbitragehandel bietet.
Die Studie beleuchtet zentrale politische Maßnahmen, Strategien und die Rolle der beteiligten Akteure, die die Einführung von BESS vorantreiben. Zudem werden Kooperationspotenziale zwischen Korea und Deutschland aufgezeigt, etwa in den Bereichen Resilienz der Lieferketten, Netzintegration und Standardisierung. Die Empfehlungen betonen die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen, um den Ausbau von BESS zu beschleunigen, die Integration erneuerbarer Energien zu verbessern und eine nachhaltige sowie kosteneffiziente Energiewende zu ermöglichen. Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die zentrale Rolle von BESS in modernen Energiesystemen und rufen zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Korea und Deutschland auf. Ziel ist es, gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen, Innovationen zu fördern und die breite Nutzung von Batteriespeichertechnologien voranzutreiben.