Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Grenzüberschreitende Gewässer wie Aquifere, Seen und Flüsse erstrecken sich über zwei oder mehr Länder und machen etwa 60 % der weltweiten Süßwasserströme aus. In den Gebieten von 153 UN-Mitgliedstaaten befindet sich mindestens eines der weltweit 313 grenzüberschreitenden Fluss- und Seebecken oder eines der 468 gemeinsam genutzten Aquifere. Aktivitäten in einem Land haben oft Auswirkungen auf Nachbarländer. Die Übernutzung oder Verschmutzung solcher Gewässer kann essenzielle Ökosysteme schädigen, während einseitige Maßnahmen, wie der Bau eines Staudamms, den Wasserfluss in flussabwärts gelegenen Regionen erheblich verringern können. In Zeiten wachsender Wasserknappheit können schlecht verwaltete grenzüberschreitende Wasserressourcen Spannungen verschärfen und soziale Unruhen auslösen.
Flussgebietsorganisationen („River Basin Organisations“, RBOs) und Seebeckenorganisationen („Lake Basin Organisations“, LBOs) spielen eine zentrale Rolle bei der Förderung der grenzüberschreitenden Wasserkooperation. Sie unterscheiden sich stark in ihrer Struktur, ihrem Aufgabenbereich und ihrer Reichweite, was die unterschiedlichen Kontexte widerspiegelt, in denen sie tätig sind. Angesichts des zunehmenden Drucks durch den Klimawandel und das Bevölkerungswachstum greifen viele RBOs und LBOs auf Klimafonds zurück, um ihre Arbeit zu finanzieren.
Dieses Projekt beleuchtet die Herausforderungen, denen RBOs und LBOs beim Zugang zu und der Verwaltung von Klimafonds begegnen. Anhand von Interviews und Literaturrecherchen werden sechs Fallstudien aus Afrika und Asien analysiert.