Unterstützung des GIZ-Sektorvorhabens für Biodiversität an Land in der Beratung des BMZ

Wald

Das globale Artensterben stellt eine ebenso große Herausforderung für die Menschheit dar wie der Klimawandel, warnt der Weltbiodiversitätsrat IPBES. Der jüngste IPBES-Bericht schätzt, dass ohne eine Trendwende 80 Prozent der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) in Bezug auf Armut, Hunger, Gesundheit, Wasser, Städte, Klima, Leben unter Wasser und Leben an Land nicht erreicht werden.

Der Verlust der biologischen Vielfalt ist somit auch eine zentrale entwicklungspolitische Zukunftsaufgabe. Deshalb spielt sie auch für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine wichtige Rolle. Deutschland ist einer der wichtigsten Geber für internationale Biodiversitätsfinanzierung, und das BMZ stellt etwa 80 Prozent des deutschen Beitrags. Schwerpunkte bilden dabei unter anderem Schutzgebiete, Biodiversitätsfinanzierung und Ressourcenmobilisierung, die Bekämpfung von Wilderei und illegalem Wildtierhandel sowie gerechter Vorteilsausgleich und Meeresschutz.

Das Sektorvorhaben (SV) "Erhalt der Biodiversität an Land" der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt das BMZ bei der Gestaltung von Politik- und Umsetzungsprozessen, die die Vielfalt und den Schutz an Land lebender Arten fördern. Neben der COP15 und der Vorbereitung des Post-2020-Rahmens setzen weitere Prozesse der Convention on Biological Diversity (u.a. SBSTTA 24 & 25, SBI-4, WG-8j) sowie eng verknüpfte internationale Prozesse wie die Umsetzung der Agenda 2030 im Hinblick auf Biodiversität, G7- und G20-Prozesse und die VN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen den thematischen Rahmen des Vorhabens.

Das Konsortium aus adelphi und GeoMedia  sowie weiteren erfahrenen Expertinnen und Experten unterstützt das Sektorvorhaben in der Wahrnehmung seiner Beratungsfunktion gegenüber dem BMZ. Der spezifische Fokus soll dabei auf den Themenfeldern CBD-Post-2020-Prozess, Biodiversitätsfinanzierung, Schutzgebiete, Bekämpfung von Wilderei und illegalem Wildtierhandel, Nature Based Solutions sowie Wirkungsmonitoring, Kommunikation und (Fach-)Öffentlichkeitsarbeit liegen.