adelphi schärft seine Profile mit neuer Struktur
News vom 26. Jan. 2026
News vom 12. Mai 2017
Am 12. Mai diskutierten in Bonn internationale Klimadiplomaten und politische Entscheidungsträger über Gestaltungsmöglichkeiten einer internationalen Zusammenarbeit im Bereich Kohlenst
Während bei der jährlichen in Bonn stattfindenden Tagung des Klimasekretariats über die mögliche Ausgestaltung der Marktmechanismen im Rahmen von Artikel 6 des Pariser Abkommens diskutiert wurde, stand bei dem Workshop am 12. Mai die Frage im Zentrum, ob die Staaten tatsächlich bereit für Artikel 6 sind. Der Artikel 6 des Pariser Klimaabkommens umfasst drei Ansätze, auf dessen Basis die Vertragsstaaten miteinander kooperieren können: „cooperative approaches“, der sogenannte „Sustainable Development Mechanism sowie ein Rahmenwerk für nicht-marktbasierte Ansätze. Zu Beginn präsentierte ein Forscherteam bestehend aus Experten von adelphi research, dem Öko-Institut und dem NewClimate Institute ihre Erkenntnisse, dass mehrere zentrale Faktoren für diese Bereitschaft ausschlaggebend sind: vorhandene Praxiserfahrung mit Marktmechanismen, die Fähigkeit, Monitoring, Berichterstattung und Verifizierung (MRV) auf hohem Niveau durchzuführen, eine robuste institutionelle Struktur oder die Akzeptanz der Marktmechanismen in der Gesellschaft.
Abhängig von den jeweiligen Kapazitäten der Länder könnte demnach das künftige Engagement im Rahmen von Artikel 6 individuell ausgestaltet sein. Während erfahrenen Länder wie der Ukraine eine breite Palette von Optionen zur Verfügung stehe, könnten projekt- bzw. programmbasierte Marktmechanismen für weniger erfahrene Länder wie Äthiopien einen leichteren Zugang ermöglichen.
Der Workshop ist Teil eines Forschungsvorhabens von adelphi research, Öko-Institut und NewClimate Institute im Auftrag der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) des Umweltbundesamtes (UBA). Die Projektpartner analysieren die dynamischen Entwicklungen im Bereich der internationalen Marktmechanismen und führen spezifische Länderfallstudien durch.