Die Studie, die im Auftrag des Bundesanstalts für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt wurde, befasst sich mit der dringenden Notwendigkeit einer nachhaltigen Grundwasserbewirtschaftung in Subsahara-Afrika. Grundwasser kann ein erhebliches Potenzial zur Unterstützung der Ernährungssicherheit in Subsahara-Afrika bieten – vorausgesetzt, es wird nachhaltig bewirtschaftet und genutzt.
Diese Studie identifiziert politische Instrumente sowie Management- und Steuerungsmechanismen, um die nachhaltige Nutzung von Grundwasser in der Landwirtschaft zu fördern, insbesondere durch Kleinbauern. Dazu gibt sie einen Überblick über gängige politische Maßnahmen und Organisationsstrukturen für die Grundwasserbewirtschaftung aus der Fachliteratur. Zudem analysiert sie Herausforderungen und Erkenntnisse aus der Umsetzung der Grundwasserbewirtschaftung anhand von Fallstudien aus China, Indien, Ghana und Spanien. Abschließend gibt die Studie Empfehlungen zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen bei der Implementierung einer nachhaltigen Grundwasserbewirtschaftung und stellt eine Checkliste bereit, die Entscheidungsträger bei der Risikobewertung und den Chancen des Engagements in der Grundwasserbewässerung für Kleinbauern unterstützt.
Die Publikation bewertet verschiedene Steuerungsinstrumente – darunter regulatorische Rahmenbedingungen, wirtschaftliche Anreize und kooperative Managementstrukturen – und untersucht deren Erfolge und Grenzen. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar zahlreiche politische Instrumente existieren, deren Wirksamkeit jedoch oft durch schwache Durchsetzung, politischen Widerstand und unzureichende institutionelle Kapazitäten beeinträchtigt wird. Außerdem betont die Studie die Notwendigkeit kontextspezifischer Governance-Lösungen, einer stärkeren Einbindung von Interessengruppen und einer sektorübergreifenden Koordination, um die Nachhaltigkeit der Grundwassernutzung sicherzustellen.