Die siebte Berlin Climate and Security Conference (BCSC) 2025 befasste sich mit der Frage, wie in turbulenten Zeiten mit Klima, Konflikten und Kooperation umgegangen werden kann und betonte dabei die Dringlichkeit, Klimasicherheit in die Antworten auf die heutigen geopolitischen, humanitären und entwicklungspolitischen Herausforderungen zu integrieren.
Am 23. Oktober kam die Klimasicherheitsgemeinschaft in Berlin und online zusammen, um praktische Erkenntnisse auszutauschen und Lösungen für koordinierte Maßnahmen zu Klimafragen und Konfliktminderung zu erarbeiten. Die Teilnehmer befassten sich mit den aktuell drängendsten Fragen im Bereich Klima und Sicherheit. Thematisiert wurden unter anderem die zunehmende Ressourcenknappheit und die steigende Nachfrage nach kritischen Rohstoffen, wirksame Klimafinanzierungsmodelle, das Risikomanagement in fragilen Kontexten sowie neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit und kollektives Handeln.
Konferenz-Highlights:
Klimarisiken verändern bereits jetzt die Sicherheitslage vor Ort, doch die institutionellen Strukturen bleiben hartnäckig fragmentiert. Eine wirksame Strategie erfordert die Einbettung von Klimaanalysen dort, wo Entscheidungen tatsächlich getroffen werden – in Verteidigungshaushalten, Wirtschaftsplanung und operativen Doktrinen –, anstatt sie allein den Umweltministerien zu überlassen.
Klimaschutzmaßnahmen erfordern eine beispiellose Zusammenarbeit, gerade dann, wenn geopolitische Fragmentierung dies am unwahrscheinlichsten macht. Da Großmächte Klimadesinformation als Waffe einsetzen, um Gesellschaften zu polarisieren, erfordert der Aufbau von Resilienz eine Diplomatie, die robust genug ist, um die grenzüberschreitende Sicherheitskoordination auch inmitten strategischer Rivalitäten aufrechtzuerhalten.
Innovative Finanzierungsmechanismen – Mischfinanzierungen, vorab vereinbarte Finanzierungen, Klimaversicherungen – existieren und sind vielversprechend für fragile Kontexte, bleiben jedoch eher Nischenexperimente als gängige Praxis. Der Engpass liegt nicht in der Erfindung, sondern in der Skalierung: der Übertragung des Erfolgs von Pilotprojekten in einen systemischen Wandel, der dem Ausmaß der Bedürfnisse in von Konflikten betroffenen Staaten entspricht.
Wirksame Maßnahmen erfordern eine Verlagerung der Entscheidungsgewalt auf diejenigen, die dem Problem am nächsten sind. Das bedeutet, über Konsultationen hinauszugehen und lokalen Akteur*innen, Frauen und Jugendlichen eine echte Kontrolle über die Ressourcen zu übertragen – eine Veränderung, die institutionelle Komfortzonen in Frage stellt, sich jedoch als unerlässlich für Interventionen erweist, die von den Gemeinschaften tatsächlich gewünscht und aufrechterhalten werden.
Mit 16 Veranstaltungen brachte die Konferenz eine Vielzahl hochrangiger politischer Akteur*innen, Expert*innen für Klimasicherheit, internationale Organisationen und Praktiker*innen im Auswärtigen Amt in Berlin zusammen.