Reduzierung von Einwegplastik auf den Malediven: Herausforderungen, Lücken und Lösungsansätze

Plastikmüll ist ein stetig wachsendes globales Umweltproblem mit weitreichenden ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen. Insbesondere Einwegplastik, das nach einmaligem Gebrauch weggeworfen wird, trägt zur stetig steigenden Verschmutzung der terrestrischen und marinen Umwelt mit Plastik bei. Kleine Inselstaaten mit niedrigem Entwicklungsstand wie die Malediven sind von der Umweltverschmutzung durch Plastik überproportional betroffen. Um den Plastikmüll auf den Inseln der Malediven zu reduzieren, hat die Regierung 2019 beschlossen, den Gebrauch von Einwegplastik bis 2023 vollständig zu beenden.

Im Auftrag der von der Europäischen Union finanzierten SWITCH-Asia Sustainable Consumption Production Facility hat adelphi die maledivische Regierung in der Umsetzung dieses Beschlusses beraten und unterstützt. Zu diesem Zweck identifizierte das Projektteam gemeinsam mit wichtigen Stakeholdern bestehende Herausforderungen und Lücken in der Umsetzung. Vor diesem Hintergrund und auf der Grundlage von Erfahrungen vergleichbarer, bereits bestehender Initiativen in anderen Ländern entwickelte das Projektteam Vorschläge zu Instrumenten, die dabei helfen, die bestehenden Herausforderungen und Lücken zu bewältigen. Abschließend begleitete und unterstützte adelphi die maledivische Regierung in der Entwicklung und Verwirklichung eines Instruments, das gemeinsam mit der Regierung und wichtigen Stakeholdern ausgewählt wird.