Untersuchung von geplanten Reformen im Bereich grüne Finanzierung in Indonesien

Infolge des Pariser Abkommens von 2015 hat sich Indonesien das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 29 Prozent zu reduzieren. Zur Erreichung des national festgelegten Beitrags (Nationally Determined Contribution, NDC) spielen die Sektoren Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) eine Schlüsselrolle, und die erneuerbaren Energien sollen gemäß der nationalen Energiepolitik (NEP) erheblich ausgebaut werden. Eine klare und kohärente Strategie und ein Umfeld für nachhaltiges Finanzwesen können für die Finanzierung dieser Ziele entscheidend sein. Indonesien hat einschlägige Richtlinien geschaffen, die eine Orientierung für nachhaltige Finanzen im Land bieten und diese fördern. Trotz der hohen Bereitschaft der Finanzinstitute, sich an diese Vorgaben zu halten, ist die Umsetzung nachhaltiger Finanzen in Indonesien noch nicht so weit und schnell vorangeschritten, wie ursprünglich angestrebt, und es besteht das Potenzial, die aktuellen Richtlinien und Verordnungen weiter zu verbessern.

Vor diesem Hintergrund möchte die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gemeinsam mit der indonesischen Regierung die optimalen Rahmenbedingungen schaffen, um Green Finance in Indonesien weiter zu fördern. Dazu hat die KfW adelphi mit einer Studie zum Thema Green Finance beauftragt, deren Schwerpunkt auf der Analyse von Potenzialen zu Politik- und Reformverbesserungen in Indonesien liegt. Die Studie bietet einen Überblick und eine detaillierte Analyse der geplanten Reformen der grünen Finanzpolitik und identifiziert Lücken anhand von Good Practices aus anderen Ländern. Außerdem werden im Rahmen der Studie Möglichkeiten zur Reformfinanzierung im Bereich Green Finance in Indonesien aufgezeigt.