Umweltpolitik im Dialog – Umwelt / Populismus / Demokratie

Deutschland und andere Demokratien sind zunehmend mit der Skepsis von Bürgerinnen und Bürgern gegenüber ihren Institutionen konfrontiert. Die Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik steht hier unter besonderem Legitimationsdruck, da sie auf die umfassende Transformation der Gesellschaften und Lebensweisen abzielt. Oft stoßen Transformationsbestrebungen auf Skepsis gegenüber einer demokratischen, wissenschaftsbasierten Politik und den damit verbundenen Beteiligungsverfahren. Das Projekt „Umweltpolitik im Dialog – Umwelt/Populismus/Demokratie“ zielt darauf ab, gesellschaftliche Gruppen, die als zunehmend umwelt- und nachhaltigkeitsfern, nicht beteiligungsaffin und eher populistisch eingestuft werden, in einen zukunftsorientierten Dialog einzubinden.

Dafür sollen unter der Leitung von adelphi und gemeinsam mit Partnerorganisationen innovative Beteiligungs- und Kommunikationsformate entwickelt und erprobt werden, um mit den Zielgruppen des Vorhabens in einen Austausch zu gehen. Diese fungieren als dialogische Türöffner zu kritischen und konstruktiven Gesprächen über Nachhaltigkeitsthemen und ihre gesamtgesellschaftliche Relevanz. Die Entwicklung innovativer Formate soll dazu beitragen, die Legitimität der Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik und das Vertrauen in demokratische Institutionen zu stärken und Antworten auf die Herausforderungen des Populismus zu geben. Das Vorhaben erweitert somit das politische Instrumentarium, mit dem neue Gruppen für Beteiligungsprozesse gewonnen und gleichzeitig ein souveräner Umgang mit populistischen Einstellungen gefunden werden können. Weiterhin soll das Projekt durch akademische Veröffentlichungen die wissenschaftliche Diskussion voranbringen und verschiedene Forschungs-Communities, die sich mit dem Themenkomplex befassen, miteinander verbinden. Darüber hinaus berät adelphi das Umweltressort zu aktuellen Fragen rund um das Projekt.

Hier kann der Flyer zum Projekt heruntergeladen werden.